Folsäure vs. Folat (5-MTHF)
Warum die aktive Form 5-MTHF für viele Menschen besser geeignet ist als synthetische Folsäure.
Folsäure vs. Folat – was ist der Unterschied?
Folsäure ist die synthetische Form die erst im Körper zu 5-MTHF umgewandelt werden muss. Diese Umwandlung ist bei ca. 40% der Bevölkerung durch eine MTHFR-Genvariante eingeschränkt. 5-MTHF (Methylfolat) ist die bioaktive Form die der Körper direkt verwerten kann – ohne Umwandlung.
Folat ist essentiell für DNA-Synthese, Zellteilung und Neuralrohrentwicklung. Ein Mangel in der Frühschwangerschaft kann zu Neuralrohrdefekten führen. Deshalb empfiehlt die DGE eine Supplementierung ab Kinderwunsch.
Formen im Vergleich
| Form | Eigenschaft | Bewertung | Score |
|---|---|---|---|
| 5-MTHF (Methylfolat) | Bioaktiv, keine Umwandlung | Beste Wahl, besonders bei MTHFR | 95 |
| Folinsäure | Muss minimal umgewandelt werden | Gute Alternative | 80 |
| Folsäure (synthetisch) | Muss erst umgewandelt werden | Günstig, aber nicht für jeden ideal | 65 |
Häufige Fragen
Woher weiß ich ob ich MTHFR habe?
Ca. 40% der Bevölkerung tragen mindestens eine MTHFR-Variante. Ein Gentest ist möglich, aber einfacher: 5-MTHF verwenden und das Problem umgehen.
Wann mit Folsäure beginnen bei Kinderwunsch?
Mindestens 4 Wochen vor der Empfängnis, idealerweise 3 Monate vorher. 400-800 µg 5-MTHF pro Tag.
Kann man Folsäure überdosieren?
Synthetische Folsäure in hohen Dosen (>1.000 µg) kann einen B12-Mangel maskieren. 5-MTHF hat dieses Problem nicht.
Weiterführend
Quellen
DGE – Referenzwerte Folat (2024)
Bailey SW, Ayling JE (2009): The pharmacokinetics of folic acid. PNAS
Crider KS et al. (2011): MTHFR polymorphisms and folate status