Was ist Bioverfügbarkeit?
Der entscheidende Faktor den die meisten Supplement-Käufer ignorieren – und warum er wichtiger ist als der Preis.
Was bedeutet Bioverfügbarkeit?
Bioverfügbarkeit beschreibt, welcher Anteil eines oral eingenommenen Wirkstoffs tatsächlich in den systemischen Kreislauf gelangt und am Zielort wirken kann. Sie wird in Prozent angegeben – 100% wäre eine vollständige Absorption.
Bei Supplements ist die Bioverfügbarkeit oft der entscheidende Faktor. Ein Produkt mit 500 mg Magnesium-Oxid (4% Absorption = 20 mg effektiv) ist weniger wirksam als eines mit 200 mg Magnesium-Bisglycinat (20% Absorption = 40 mg effektiv) – obwohl ersteres eine höhere Dosierung auf dem Etikett zeigt.
Faktoren die Bioverfügbarkeit beeinflussen
Die Wirkstoff-Form (cheliert, liposomal, micelliert), der Einnahmezeitpunkt (nüchtern vs. mit Mahlzeit), Wechselwirkungen mit anderen Nährstoffen (Vitamin C verbessert Eisenabsorption, Calcium hemmt sie), und individuelle Faktoren (Alter, Magensäure, Darmgesundheit) beeinflussen alle die Bioverfügbarkeit.
Häufige Fragen
Warum steht die Bioverfügbarkeit nicht auf dem Etikett?
Weil es keine Kennzeichnungspflicht dafür gibt. Hersteller deklarieren den Wirkstoffgehalt, nicht die Absorptionsrate. ALCORA berechnet deshalb den Preis pro bioverfügbarer Dosis.
Liposomal = immer besser?
Meist ja – liposomale Formulierungen umgehen die natürliche Absorptionsgrenze im Darm. Besonders effektiv bei Vitamin C, Curcumin und Glutathion. Aber: deutlich teurer.
Weiterführend
Quellen
Schuette SA et al. (1994): Magnesium diglycinate bioavailability
Dyerberg J et al. (2010): Omega-3 bioavailability
Schiborr C et al. (2014): NovaSOL curcumin