Haarausfall & brüchige Nägel
Diffuser Haarausfall hat oft nährstoffbedingte Ursachen die sich gut behandeln lassen – wenn man die richtige Ursache kennt.
Wichtig: Haarausfall kann viele Ursachen haben: hormonell (Androgene, Schilddrüse), medikamentös, stressbedingt oder nährstoffbedingt. Eine ärztliche Abklärung ist bei anhaltendem Haarausfall immer empfehlenswert.
Die drei häufigsten Nährstoffmängel bei Haarausfall
Was du tun kannst
Blutbild machen lassen
Ferritin, Zink, B12 (oder Holo-TC), Vitamin D, Schilddrüsenwerte (TSH, fT3, fT4). Das gibt ein klares Bild.
Gezielt supplementieren
Nur was fehlt. Eisen-Bisglycinat bei niedrigem Ferritin, Zink-Bisglycinat bei Zinkmangel, Methylcobalamin bei B12-Mangel.
Geduld haben
Haare wachsen ca. 1 cm pro Monat. Es dauert 3–6 Monate bis Verbesserungen sichtbar werden. Kontrolltest nach 3 Monaten.
Häufige Fragen
Ab welchem Ferritinwert fallen Haare aus?
Studien zeigen eine Assoziation ab Ferritinwerten unter 40 ng/ml. Dermatologische Leitlinien empfehlen für Haarwachstum einen Zielwert von mindestens 70 ng/ml.
Hilft Biotin gegen Haarausfall?
Biotin-Mangel ist in der westlichen Ernährung extrem selten. Studien zeigen keinen Nutzen von Biotin-Supplementierung bei Menschen ohne Mangel. Eisen, Zink und B12 sind deutlich relevanter.
Wie lange dauert es bis die Haare nachwachsen?
Nach Behebung des Mangels: ca. 3 Monate bis der Haarausfall stoppt, 6–12 Monate bis sichtbar neues Haar nachwächst. Der Haarzyklus lässt sich nicht beschleunigen.
Weiterführend
Quellen
Trost LB et al. (2006): The diagnosis and treatment of iron deficiency and its potential relationship to hair loss. J Am Acad Dermatol
Park SY et al. (2009): Iron plays a certain role in patterned hair loss. J Korean Med Sci
Rushton DH (2002): Nutritional factors and hair loss. Clin Exp Dermatol