Was Studien zu Eisenstatus und Haar untersucht haben
Beschreibende Einordnung der Forschungslage zum Zusammenhang von Ferritin und diffusem Haarausfall. Dies ist keine Behandlungsaussage; Eisen hat keinen zugelassenen EU-Health-Claim für die Haare.
Mehrere Untersuchungen beschreiben eine Assoziation zwischen niedrigem Ferritin und diffusem Haarausfall, besonders bei Frauen. Eine Assoziation belegt keine Ursache-Wirkung-Beziehung; eine therapeutische Wirkaussage lässt sich daraus nicht ableiten. Haarausfall gehört ärztlich abgeklärt.
Die Studienlage
Trost et al. (2006)
Review im Journal of the American Academy of Dermatology, der eine Assoziation zwischen niedrigem Ferritin und vermehrtem Haarausfall beschreibt, besonders bei Frauen. Die Kausalität ist nicht abschließend geklärt.
Park et al. (2009)
Kontrollierte Studie, in der Frauen mit Haarausfall niedrigere Ferritinwerte aufwiesen als die Kontrollgruppe. Die Studienlage zu einem Nutzen einer Supplementierung ist uneinheitlich.
Praktische Einordnung
Ferritin als Marker
In dermatologischen Quellen werden für Personen mit Haarausfall häufig Ferritinwerte über 70 ng/ml diskutiert. Die Einordnung gehört in ärztliche Hände.
Zeitlicher Verlauf
Haare wachsen ca. 1 cm/Monat; Veränderungen nach Auffüllung der Speicher zeigen sich entsprechend langsam.
Eisen nur bei Mangel
Eisen nur bei nachgewiesener Unterversorgung supplementieren. Eisen-Bisglycinat gilt als gut verträglich; Dosis ärztlich abstimmen.
Eisen vergleichen
Bisglycinat, Fumarat und Sulfat nach Verträglichkeit und Preis verglichen.
- Trost LB et al. (2006): Iron deficiency and hair loss. J Am Acad Dermatol
- Park SY et al. (2009): Iron and patterned hair loss. J Korean Med Sci