STUDIENÜBERBLICK

Was die Forschung zu Curcumin untersucht

Beschreibende Einordnung der Studienlage zu Curcumin. Für Curcumin besteht kein zugelassener EU-Health-Claim – dies ist keine Wirk- oder Behandlungsaussage.

Kernaussage

Curcumin (formuliert, meist 500-1.000 mg/Tag) ist Gegenstand zahlreicher Studien. Die Befunde werden wissenschaftlich diskutiert; ein zugelassener EU-Health-Claim besteht nicht. Wir referieren die Forschung beschreibend und machen keine Wirkaussage und keinen Arzneimittelvergleich.

Die Studienlage

Hewlings & Kalman (2017) – Review

Umfassender Review der Curcumin-Forschung, der mechanistische Untersuchungen (u.a. zu NF-κB, COX-2 und Zytokinen) zusammenfasst. Die Übertragbarkeit auf einen gesundheitlichen Nutzen wird wissenschaftlich diskutiert.

Daily et al. (2016) – Meta-Analyse

Meta-Analyse, die Curcumin im Kontext von Gelenkbeschwerden untersuchte. Die Aussagekraft ist durch Heterogenität und Studienqualität begrenzt; eine Behandlungsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Praktische Einordnung

Formulierung beachten

Reines Kurkuma-Pulver wird sehr schlecht absorbiert ({'<'}1%); in Studien wurden meist formulierte Varianten (Mizell, liposomal) eingesetzt.

Dosierung in Studien

Untersucht wurden meist 500-1.000 mg Curcuminoide in formulierter Form; Mizell (NovaSOL) erreicht eine höhere Absorption.

Nicht mit Blutverdünnern

Curcumin kann die Gerinnung beeinflussen. Bei Warfarin/Marcumar bitte ärztlich abklären.

Curcumin vergleichen

Mizell, liposomal und Piperin nach Absorption und Preis verglichen.

Curcumin vergleichen
Weiterführend
Quellen
  1. Hewlings SJ, Kalman DS (2017): Curcumin and Health. Foods
  2. Daily JW et al. (2016): Curcumin and osteoarthritis. JMFN